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ÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻ
Zeitdilatation
ââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââ
top
Die Zeitdilatation (von lateinisch dilatare, âdehnenâ, âaufschiebenâ) ist ein Effekt, der durch die Relativitätstheorie beschrieben wird.
Zu unterscheiden sind zwei Effekte:
⢠Zeitdilatation aufgrund relativer Bewegung, und
⢠Zeitdilatation im Gravitationsfeld bzw. in der Nähe einer Masse.
Die Zeitdilatation aufgrund relativer Bewegung ist ein Effekt der speziellen Relativitätstheorie (Einstein, 1905). Er bewirkt, dass fĂźr einen externen Beobachter alle inneren Prozesse eines relativ zu ihm bewegten physikalischen Systems langsamer ablaufen als fĂźr ihn selbst: âBewegte Uhren gehen langsamer.â
Da sich beide Systeme relativ zueinander bewegen, tritt dieser Effekt fĂźr Beobachter in beiden Systemen auf: Jeder sieht die Zeit im anderen System langsamer ablaufen. Der Effekt ist umso stärker, je grĂśĂer die Relativgeschwindigkeit ist, und wird sehr groĂ, wenn sie sich der Lichtgeschwindigkeit nähert.
Damit verbunden ist die Relativität der Gleichzeitigkeit: Es gibt keine universelle, fßr alle Beobachter gleiche Zeit. Zeitdilatation und Lorentz-Kontraktion sind eng verknßpfte geometrische Effekte der vierdimensionalen Raumzeit.
Die gravitative Zeitdilatation ist ein Effekt der allgemeinen Relativitätstheorie (Einstein, 1915). In einem stärkeren Gravitationsfeld verläuft die Zeit langsamer als in einem schwächeren. Der Effekt ist klein: Auf der Erdoberfläche vergeht die Zeit um 7¡10â10 langsamer als im fernen, näherungsweise gravitationsfreien Weltraum. Anders als bei der Zeitdilatation durch Bewegung ist die gravitative Zeitdilatation nicht gegensätzlich, sondern Ăźbereinstimmend: So wie der im Gravitationsfeld weiter oben befindliche Beobachter die Zeit des weiter unten befindlichen Beobachters langsamer ablaufen sieht, sieht der untere Beobachter die Zeit des oberen Beobachters entsprechend schneller ablaufen.
Contents
⢠Trivia
⢠Weblinks
⢠Literatur
⢠Einzelnachweise
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Zeitdilatation durch relative Bewegung
Bei konstanter Geschwindigkeit
Anschaulicher Einblick ohne Formeln
Eine der wichtigsten Grundannahmen der Relativitätstheorie ist die Invarianz der Lichtgeschwindigkeit. Das bedeutet, dass alle Beobachter denselben Wert fĂźr die Geschwindigkeit des Lichts messen, egal wie schnell sie sich selbst oder wie schnell sich die Lichtquelle bewegt. Man stelle sich einen sehr schnell fahrenden Zug vor. FĂźr die Zuginsassen bewegen sich die Lichtstrahlen von der Deckenbeleuchtung bis zum FuĂboden senkrecht nach unten. Nennen wir den Startpunkt A und den Zielpunkt B. Wenn wir davon ausgehen, dass die Wegstrecke von A nach B 3 m beträgt, dann benĂśtigt das Licht dafĂźr die unvorstellbar kurze Zeit von 0,01 Îźs.
Vom ruhenden Bahndamm aus betrachtet stellt sich die Situation etwas anders dar: Während das Licht von A nach B läuft, fährt der Zug ein StĂźckchen weiter, sagen wir 1 m, so dass der Weg von A nach B nicht mehr genau senkrecht ist, sondern leicht nach vorne geneigt. Dadurch ist er auch etwas länger, nämlich 3,16 m. Da wie gesagt fĂźr alle Beobachter derselbe Wert fĂźr die Lichtgeschwindigkeit gilt, berechnet der Beobachter am Bahndamm eine etwas längere Zeit fĂźr diesen Vorgang (0,0105 Âľs). Weil im Zug offenbar eine halbe Nanosekunde weniger vergangen ist als auf dem Bahndamm, schlieĂt der ruhende Beobachter, dass die Zeit im fahrenden Zug langsamer läuft.
Die allgemeine Tatsache, dass bewegte Uhren aus Sicht eines ruhenden Beobachters langsamer gehen, bezeichnet man als Zeitdilatation.
Erläuterung
Wenn zwei Ereignisse nacheinander am selben Ort in einem Inertialsystem auftreten, dann kann durch direktes Ablesen der Zeigerstellungen einer an diesem Ort ruhenden Uhr C die Eigenzeit T 0 {\displaystyle T_{0}} (Zeitspanne zwischen erstem und zweitem Ereignis) ermittelt werden. Die von C angezeigte Eigenzeit ist invariant, also in allen Inertialsystemen wird zugestimmt, dass C diese Zeitspanne während des Vorgangs anzeigte.cite-ref-taylor-3-0[3] Wird die Eigenzeit von C mit den Uhren relativ bewegter Inertialsysteme verglichen, kann folgendermaĂen vorgegangen werden: Ein Beobachter im Inertialsystem S stellt zwei Uhren A und B auf, die mit Lichtsignalen synchronisiert sind. Uhr C ruht in SⲠund bewegt sich mit der Geschwindigkeit v von A nach B, wobei sie zum Startzeitpunkt mit A und B synchron sein soll. Die âbewegteâ Uhr C (fĂźr welche die Eigenzeit T 0 Ⲡ{\displaystyle T_{0}^{'}} vergangen ist) geht bei ihrer Ankunft gegenĂźber der âruhendenâ Uhr B (fĂźr die T {\displaystyle T} vergangen ist) nach, und zwar gemäà folgender Formel fĂźr die Zeitdilatation (siehe Herleitung):
(1) T 0 Ⲡ= T / γ γ , {\displaystyle T_{0}^{'}=T/\gamma ,}
somit gehen Uhren A und B schneller um
(2) T = T 0 Ⲡγ γ , {\displaystyle T=T_{0}^{'}\gamma ,}
wobei
Îł Îł = 1 1 â â ( v c ) 2 {\displaystyle \gamma ={\frac {1}{\sqrt {1-\left({\frac {v}{c}}\right)^{2}}}}}
der Lorentz-Faktor mit der Lichtgeschwindigkeit c {\displaystyle c} ist.
Nun besagt das Relativitätsprinzip, dass in SⲠdie Uhr C als ruhend betrachtet werden kann und folglich die Uhren A und B langsamer gehen mßssen als C. Auf den ersten Blick widerspricht dies jedoch dem Umstand, dass in beiden Inertialsystemen Uhr C beim Zusammentreffen mit B nachgeht, was auch aus der Invarianz der Eigenzeiten der Uhren C und B folgt.
Dies wird allerdings erklärbar, wenn die Relativität der Gleichzeitigkeit berĂźcksichtigt wird. Denn obige Messung beruhte auf der Voraussetzung, dass die Uhren A und B (und somit zum Startzeitpunkt auch C) synchron sind, was jedoch aufgrund der Konstanz der Lichtgeschwindigkeit in allen Inertialsystemen nur in S der Fall ist. In SⲠschlägt die Synchronisierung von A und B fehl â weil die Uhren sich hier in negativer x {\displaystyle x} -Richtung bewegen und B dem Zeitsignal entgegenkommt, während A diesem davonläuft. B wird also zuerst vom Signal erfasst und beginnt gemäà einem durch die Lorentz-Transformation zu ermittelnden Wert frĂźher als A zu laufen. BerĂźcksichtigt man dieses Vorgehen von Uhr B aufgrund des verfrĂźhten Starts (zieht man also diesen Zeitbetrag von der Gesamtzeit von B ab), ergibt sich auch hier, dass die âbewegteâ Uhr B (fĂźr welche die Eigenzeit T 0 {\displaystyle T_{0}} vergangen ist) während des Weges zur âruhendenâ Uhr C (fĂźr welche T Ⲡ{\displaystyle T^{'}} vergangen ist) langsamer läuft gemäà folgender Formel:
(3) T 0 = T Ⲡ/ γ γ , {\displaystyle T_{0}=T'/\gamma ,}
somit geht Uhr C schneller um
(4) T Ⲡ= T 0 γ γ . {\displaystyle T'=T_{0}\gamma .}
Die Zeitdilatation fällt also â wie vom Relativitätsprinzip gefordert â in allen Inertialsystemen symmetrisch aus: Jeder misst, dass die Uhr des jeweils anderen langsamer läuft als seine eigene. Diese Forderung ist erfĂźllt, obwohl in beiden Inertialsystemen C gegenĂźber B beim Zusammentreffen nachgeht und die Eigenzeiten von C als auch B invariant sind.
Veranschaulichung der GrĂśĂenordnung
Bei nicht sehr groĂen Geschwindigkeiten wirkt sich die Zeitdilatation praktisch gar nicht aus. Zur Veranschaulichung stellen wir uns einen fiktiven und vereinfachten Raumflug vom Sonnensystem zum nächsten Stern Proxima Centauri vor. Hierbei lassen wir Effekte, die sich durch das Beschleunigen oder Abbremsen des Raumfahrzeugs ergeben, aus GrĂźnden der Einfachheit unberĂźcksichtigt. Die Distanz beträgt 4,24 Lichtjahre. Je nach Reisegeschwindigkeit ergeben sich folgende Werte:
| Geschwindigkeit in Prozent der Lichtgeschwindigkeit | Reisedauer im Ruhesystem in Jahren | Reisedauer im Bordsystem in Jahren | Verhältnis Bordsystem : Ruhesystem (gerundet) |
|---|---|---|---|
| 0,004 | 106000 | 105999,999992 | 1 : 1,0000000008 |
| 1 | 424 | 423,9 | 1 : 1,00005 |
| 10 | 42,4 | 42,2 | 1 : 1,005 |
| 50 | 8,48 | 7,34 | 1 : 1,15 |
| 90 | 4,71 | 2,05 | 1 : 2,29 |
| 99 | 4,28 | 0,60 | 1 : 7,09 |
| 99,99 | 4,24 | 0,06 | 1 : 70,7 |
Mit âRuhesystemâ ist hier das Bezugssystem gemeint, in dem die Erde und Proxima Centauri ruhen. Mit âBordsystemâ ist das Eigensystem des Raumfahrzeugs gemeint. Die in der ersten Zeile verwendete Geschwindigkeit (0,004 % der Lichtgeschwindigkeit) ist ungefähr diejenige, die von dem bisher schnellsten bemannten Raumfahrzeug (Apollo-Kapsel) erreicht wurde.
Zeitdilatation und Längenkontraktion
Dabei ist ersichtlich, dass die Zeitdilatation von T 0 {\displaystyle T_{0}} gegenĂźber T {\displaystyle T} (gemessen mit ruhenden, synchronisierten Uhren)
T = T 0 Îł Îł {\displaystyle T=T_{0}\gamma }
reziprok ist zur kontrahierten Länge L {\displaystyle L} bewegter Objekte (gemessen durch gleichzeitige Bestimmung der Endpunkte mittels ruhender MaĂstäbe) bezĂźglich ihrer Ruhelänge L 0 {\displaystyle L_{0}} :
L = L 0 / Îł Îł {\displaystyle L=L_{0}/\gamma }
Das bedeutet, dass die von mitbewegten Uhren angezeigte Eigenzeit immer kleiner ist als die von ruhenden Uhren angezeigte Zeitspanne, wohingegen die von mitbewegten MaĂstäben gemessene Eigenlänge immer grĂśĂer ist als die von ruhenden MaĂstäben gemessene Länge desselben Objekts.cite-ref-born-1-1[1]
Der umgekehrte Fall tritt ein, wenn Uhr und MaĂstab nicht im selben Inertialsystem ruhen. Bewegt sich nämlich die Uhr innerhalb der Zeitspanne T {\displaystyle T} entlang eines MaĂstabs in S (gemessen von dort ruhenden Uhren), dann ist dessen Ruhelänge einfach mit L 0 = T v {\displaystyle L_{0}=Tv} gegeben, wohingegen die dilatierte Uhr eine geringere Eigenzeit gemäà T 0 Ⲡ= T / Îł Îł {\displaystyle T'_{0}=T/\gamma } anzeigt. Da ihre Eigenzeit invariant ist, wird sie diese Zeitspanne auch im eigenen Ruhesystem anzeigen, woraus folgt, dass der in SⲠbewegte Stab die Länge L Ⲡ= T 0 Ⲡv = T Îł Îł v {\displaystyle L'=T'_{0}v={\frac {T}{\gamma }}v} hat. Der Stab ist hier also um einen Faktor Îł Îł {\displaystyle \gamma } kĂźrzer, was der Längenkontraktion des bewegten Stabes entspricht.cite-ref-4[4]cite-ref-5[5]
Lichtuhr
Fßr eine einfache Erklärung dieses Faktors kann das Konzept der Lichtuhr herangezogen werden. Eine Lichtuhr besteht aus zwei Spiegeln im Abstand d {\displaystyle d} , die einen kurzen Lichtblitz hin und her reflektieren. Eine solche Lichtuhr wurde bereits im 19. Jahrhundert in der Theorie der Lichtlaufzeiten beim Michelson-Morley-Experiment besprochen, und als Gedankenexperiment zur Herleitung der Zeitdilatation erstmals 1909 von Gilbert Newton Lewis und Richard C. Tolman benutzt.cite-ref-lewis-tolman-6-0[6]
Wenn eine Lichtuhr A gegeben ist, wird aus Sicht eines mit ihr mitbewegten (also relativ zu ihr ruhenden) Beobachters ein Blitz fĂźr den einfachen Weg zwischen den Spiegeln die Zeit T 0 = d / c {\displaystyle T_{0}=d/c} benĂśtigen. An einem der beiden Spiegel wird jedes Auftreffen des Lichtblitzes registriert und dabei jedes Mal die Lichtuhr um eine Zeiteinheit weitergestellt, die der Gesamtlaufzeit des Lichtblitzes 2 T 0 {\displaystyle 2T_{0}} entspricht.
Wird nun eine zweite Lichtuhr B senkrecht zur Verbindungslinie der Spiegel mit der Geschwindigkeit v {\displaystyle v} bewegt, so muss das Licht aus Sicht des A-Beobachters zwischen den Spiegeln eine grĂśĂere Strecke zurĂźcklegen als bei Uhr A. Unter der Annahme der Konstanz der Lichtgeschwindigkeit geht fĂźr den A-Beobachter Uhr B daher langsamer als Uhr A. Die Zeit T Ⲡ= d Ⲡ/ c {\displaystyle T'=d'/c} , die der Lichtblitz fĂźr den einfachen Weg d Ⲡ{\displaystyle d'} zwischen den Spiegeln benĂśtigt, ergibt sich Ăźber den Satz des Pythagoras
d Ⲡ2 = d 2 + ( v T Ⲡ) 2 . {\displaystyle d'^{2}=d^{2}+(vT')^{2}.}
Durch Einsetzen der AusdrĂźcke fĂźr d {\displaystyle d} und d Ⲡ{\displaystyle d'} und AuflĂśsen nach T Ⲡ{\displaystyle T'} erhält man schlieĂlich
T Ⲡ= T 0 1 1 â â ( v c ) 2 {\displaystyle T^{'}={T_{0}}{\frac {1}{\sqrt {1-\left({\frac {v}{c}}\right)^{2}}}}}
oder mit dem Lorentzfaktor
(4) T Ⲡ= T 0 γ γ {\displaystyle T'=T_{0}\gamma }
und somit
(3) T 0 = T Ⲡ/ γ γ . {\displaystyle T_{0}=T'/\gamma .}
Hingegen kann ein mit Uhr B mitbewegter Beobachter gemäà Relativitätsprinzip ebenfalls von sich behaupten, sich in Ruhe zu befinden. Das heiĂt, seine bei ihm befindliche Uhr B wird eine einfache Laufzeit von 2 T 0 Ⲡ{\displaystyle 2T_{0}^{'}} fĂźr den Lichtblitz anzeigen. Hingegen wird der Lichtblitz der aus Sicht des Beobachters bewegten Uhr A fĂźr ihn einen grĂśĂeren Weg zurĂźcklegen und benĂśtigt die Zeit
(2) T = T 0 Ⲡγ γ {\displaystyle T=T'_{0}\gamma }
und somit gilt
(1) T 0 Ⲡ= T / γ γ . {\displaystyle T'_{0}=T/\gamma .}
Formulierung im vierdimensionalen Minkowski-Raum
FĂźr eine anschauliche Beschreibung beschreibt man Raum und Zeit als vierdimensionalen Vektor im Minkowski-Raum, mit einer Zeit- und drei Raumdimensionen. Das vierdimensionale Linienelement d s {\displaystyle \mathrm {d} \mathbf {s} } im Minkowski-Raum ist gegeben durch
d s 2 = c 2 d t 2 â â d x 2 â â d y 2 â â d z 2 . {\displaystyle \mathrm {d} \mathbf {s} ^{2}=c^{2}\mathrm {d} t^{2}-\mathrm {d} x^{2}-\mathrm {d} y^{2}-\mathrm {d} z^{2}.}
Eigenzeit
Von besonderer Bedeutung ist die Eigenzeit Ď Ď {\displaystyle \tau } , die Zeit, die in dem Inertialsystem verstreicht, in dem das Objekt in Ruhe ist.
Die Norm des Linienelements d s {\displaystyle \mathrm {d} \mathbf {s} } ist, wie die Norm aller Vierervektoren, lorentz-invariant, also fĂźr alle Intertialsysteme gleich. Im Ruhesystem gilt: d t = d Ď Ď {\displaystyle \mathrm {d} t=\mathrm {d} \tau } und d x = d y = d z = 0 {\displaystyle \mathrm {d} x=\mathrm {d} y=\mathrm {d} z=0} , das heiĂt es gilt einfach:
d s 2 = c 2 d Ď Ď 2 . {\displaystyle \mathrm {d} \mathbf {s} ^{2}=c^{2}\mathrm {d} \tau ^{2}.}
Der raumzeitlichen Abstand | d s | {\displaystyle |\mathrm {d} \mathbf {s} |} ist also gleich der Eigenzeit (multipliziert mit c {\displaystyle c} )
| d s | = c â
â
d Ď Ď . {\displaystyle \mathrm {|} d\mathbf {s} |=c\cdot \mathrm {d} \tau \,.}
Durch Einsetzen und Herausheben von d t 2 {\displaystyle \mathrm {d} t^{2}} folgt dann
c â
â
d Ď Ď = d s 2 = d t c 2 â â ( d x d t ) 2 â â ( d y d t ) 2 â â ( d z d t ) 2 . {\displaystyle c\cdot \mathrm {d} \tau ={\sqrt {\mathrm {d} \mathbf {s} ^{2}}}=\mathrm {d} t{\sqrt {c^{2}-\left({\frac {\mathrm {d} x}{\mathrm {d} t}}\right)^{2}-\left({\frac {\mathrm {d} y}{\mathrm {d} t}}\right)^{2}-\left({\frac {\mathrm {d} z}{\mathrm {d} t}}\right)^{2}}}.}
Da eine Geschwindigkeit v â â {\displaystyle {\vec {v}}} allgemein als Ableitung des Ortsvektors r â â = ( x , y , z ) {\displaystyle {\vec {r}}=(x,y,z)} nach der Zeit t {\displaystyle t} definiert ist:
v â â = d r â â d t {\displaystyle {\vec {v}}={\frac {\mathrm {d} {\vec {r}}}{\mathrm {d} t}}}
folgt daraus
d Ď Ď = 1 c d t c 2 â â v â â 2 ( t ) = d t 1 â â v 2 ( t ) c 2 = d t Îł Îł . {\displaystyle \mathrm {d} \tau ={\frac {1}{c}}\mathrm {d} t{\sqrt {c^{2}-{\vec {v}}^{2}(t)}}=\mathrm {d} t{\sqrt {1-{\frac {v^{2}(t)}{c^{2}}}}}={\frac {\mathrm {d} t}{\gamma }}.}
Das Differential d Ď Ď {\displaystyle \mathrm {d} \tau } ist also immer nur 1 Îł Îł {\textstyle {\frac {1}{\gamma }}} -mal so groĂ wie d t . {\displaystyle \mathrm {d} t.}
FĂźr ein mit dem betrachteten Teilchen mitbewegtes System ergibt sich die Identität beider Differentiale, weil in diesem System v 2 ( t ) {\displaystyle v^{2}(t)} identisch Null ist. Ăhnlich wichtige Identitäten, etwa die berĂźhmte Relation E0 = mc2 aus dem Energie-Impuls-Vierervektor, ergeben sich leicht im mitbewegten System fĂźr andere Invarianten der Lorentz-Transformationen.
Die Eigenzeit bleibt erhalten, wenn Ăźber das Eigenzeitelement integriert wird:
Ď Ď = ⍠⍠0 t 1 â â v 2 ( t Ⲡ) c 2 d t Ⲡ{\displaystyle \tau =\int _{0}^{t}{\sqrt {1-{\frac {v^{2}(t')}{c^{2}}}}}\,\mathrm {d} t'} .
Messtechnisch entspricht die Eigenzeit Ď Ď {\displaystyle \tau } obigem Ausdruck T 0 {\displaystyle T_{0}} . Zeichnet eine Uhr C die Dauer zwischen den Ereignissen U und W am jeweiligen Ereignispunkt selbst, also entlang der Weltlinie von C, auf, wird das von C angezeigte Zeitintervall die Eigenzeit zwischen diesen Ereignissen genannt (siehe erstes Minkowski-Diagramm rechts).cite-ref-sexl-schmidt-2-1[2]cite-ref-freund-7-0[7]cite-ref-8[8] Genauso wie das zugrunde liegende Linienelement d s 2 {\displaystyle \mathrm {d} \mathbf {s} ^{2}} ist auch die Eigenzeit T 0 {\displaystyle T_{0}} eine Invariante, denn in allen Inertialsystemen wird Ăźbereinstimmend festgestellt, dass Uhr C genau diese Zeitspanne zwischen U und W anzeigt.cite-ref-taylor-3-1[3] Die invariante Eigenzeit ist die ReferenzgrĂśĂe, wenn die Zeitdilatation auftritt. Wie oben bereits erläutert, wird die Gangrate der Uhr C aus der Sicht aller anderen bewegten Systeme verlangsamt in Bezug zu den eigenen Uhren gemessen. Demzufolge wird Uhr C zwischen den beiden Beobachtungsereignissen U und W eine kĂźrzere Zeitspanne T 0 Ⲡ= U W {\displaystyle T'_{0}=UW} anzeigen, wohingegen die synchronisierten S-Uhren eine grĂśĂere Zeitspanne T = U x {\displaystyle T=Ux} anzeigen gemäĂ
T = T 0 Ⲡγ γ . {\displaystyle T=T'_{0}\gamma .}
Ruht hingegen eine Uhr B in S und finden auf ihrer Weltlinie zwei Ereignisse U und V statt, dann ist die Zeitspanne T 0 = U V {\displaystyle T_{0}=UV} identisch mit der invarianten Eigenzeit zwischen diesen Ereignissen, folglich wird im System SⲠeine grĂśĂere Zeitspanne T Ⲡ= U x Ⲡ{\displaystyle T'=Ux'} gemessen:
T Ⲡ= T 0 γ γ {\displaystyle T'=T_{0}\gamma }
Die Eigenzeit einer bei zwei Ereignissen vor Ort befindlichen unbeschleunigten Uhr ist also minimal im Vergleich zur synchronisierten Koordinatenzeit zwischen denselben Ereignissen in allen anderen Inertialsystemen.cite-ref-taylor-3-2[3] Denn sofern keine der Uhren beschleunigt wird, gibt es immer nur eine Uhr und somit nur eine gerade Weltlinie, welche die Eigenzeit zwischen zwei bestimmten Ereignissen anzeigt. Es ist zwar mĂśglich, dass ein einzelnes Ereignis U gleichzeitig auf zwei geraden Weltlinien ist (und zwar dort, wo sich die Weltlinien von C und B schneiden), jedoch ist es geometrisch unmĂśglich, dass das zweite Ereignis W auf der Weltlinie von C auch auf der Weltlinie von B ist, sowie es auch unmĂśglich ist, dass das zweite Ereignis V auf der Weltlinie von B auch auf der Weltlinie von C ist.
Wenn jedoch eine der Uhren beschleunigt wird, kĂśnnen sich die Weltlinien abermals schneiden. Hier ergibt es sich, dass die gerade Weltlinie der unbeschleunigten Uhr eine grĂśĂere Eigenzeit anzeigt als die zusammengesetzt-gekrĂźmmte Weltlinie der beschleunigten Uhr, was die Erklärung des Zwillingsparadoxons darstellt. Während also, wie oben gezeigt, die Eigenzeit zwischen zwei Ereignissen auf der Weltlinie einer unbeschleunigten Uhr minimal ist im Vergleich zu den synchronisierten Koordinatenzeiten in allen anderen Inertialsystemen, ist sie maximal im Vergleich zu den Eigenzeiten von beschleunigten Uhren, die bei beiden Ereignissen ebenfalls vor Ort waren.cite-ref-taylor-3-3[3]
Verwendung der Eigenzeit bei zwei Inertialsystemen
Einige Eigenzeiten werden nebenstehend in einem symmetrischen Minkowski-Diagramm und weiteren Bildern dargestellt. Uhr C (ruhend in Sâ˛) trifft bei d auf Uhr A und bei f auf Uhr B (beide ruhend in S). Die invariante Eigenzeit von C zwischen diesen Ereignissen ist df. Die Weltlinie von Uhr A ist die ct-Achse, die Weltlinie von Uhr B gezogen durch d ist parallel zur ct-Achse, und die Weltlinie von Uhr C ist die ctâ˛-Achse. Alle zu d gleichzeitigen Ereignisse sind in S auf der x-Achse, und in SⲠauf der xâ˛-Achse. Die jeweiligen Zeitspannen kĂśnnen direkt durch Abzählen der Markierungen bestimmt werden.
In S ist die Eigenzeit df von C dilatiert im Vergleich zur längeren Zeit ef=dg von Uhren B und A. Umgekehrt wird auch in SⲠdie invariante Eigenzeit von B dilatiert gemessen. Denn Zeit ef ist kßrzer in Bezug zur Zeit if, weil das Startereignis e von Uhr B schon zur Zeit i gemessen wurde, bevor Uhr C ßberhaupt zu ticken begonnen hatte. Zum Zeitpunkt d hat B die Zeit ej hinter sich, und auch hier ergibt sich die Zeitdilatation, wenn df in SⲠmit der restlichen Zeit jf in S verglichen wird.
Aus diesen geometrischen Verhältnissen wird abermals klar, dass die invariante Eigenzeit zwischen zwei bestimmten Ereignissen (in diesem Fall d und f) auf der Weltlinie einer unbeschleunigten Uhr kßrzer ist als die mit synchronisierten Uhren gemessene Zeit zwischen denselben Ereignissen in allen anderen Inertialsystemen.cite-ref-freund-7-1[7]cite-ref-taylor-3-4[3] Wie gezeigt, steht dies nicht im Widerspruch zur wechselseitigen Zeitdilatation, denn aufgrund der Relativität der Gleichzeitigkeit werden die Startzeitpunkte der Uhren in anderen Inertialsystemen unterschiedlich gemessen.
Zeitdilatation durch reine Beschleunigung
Die momentane Zeitdilatation, ggf. auch Zeitraffereffekt, der geradlinigen Beschleunigung resultiert aus der Desynchronisierung der Uhren:
Bei jeder Veränderung der Relativgeschwindigkeit, die hier dargestellt wird und nicht unbedingt von spßrbaren Trägheitswirkungen begleitet sein muss, verändert sich auch die relative Desynchronisierung der Uhren des beobachteten Systems.
Aus der subjektiven Sicht des Beobachters sind die Uhren im beobachteten System nämlich entsprechend ihrem lokalen Ortsabstand l Ⲡ= x 2 Ⲡâ â x 1 Ⲡ{\displaystyle l'=x_{2}'-x_{1}'} als Folge der Relativität der Gleichzeitigkeit desynchronisiert:
Ď Ď Î Î = â â Î Î l Ⲡv / c 2 {\displaystyle \tau _{\Delta }=-\Delta l'v/c^{2}}
Dabei ist ĎÎ die Gangabweichung, die zwischen zwei lokalen Uhren im Eigenabstand l {\displaystyle l} abgelesen wird. In gleicher Weise kann auch die Ănderung der Desynchronisierung durch eine veränderte Geschwindigkeit des Beobachters dargestellt werden, wobei der momentane Abstand vom Beobachter zu wählen ist:
Ď Ď Î Î = â â x ⲠΠΠv / c 2 {\displaystyle \tau _{\Delta }=-x'\Delta v/c^{2}}
Durch welche Ursache sich die Relativgeschwindigkeit des Beobachters verändert, ist hierbei unerheblich. Der Effekt ist geometrisch bedingt und rein relativistisch. Wie aus dem Bell-Raumschiffparadoxon abgeleitet werden kann, ist die Wirkung (bezogen auf die komplette Distanz x) allerdings fĂźr die beiden Beteiligten asymmetrisch. Dies liefert wiederum die Erklärung fĂźr die Asymmetrie des Zwillingsparadoxons. Diese Geschwindigkeitsänderung kann man nun bei kontinuierlicher Betrachtung in eine Beschleunigung umrechnen, wobei es sich aber nicht um eine lokale Beschleunigung a = F/m handelt, sondern um die effektive Ănderung der Relativgeschwindigkeit aeff = dv/dt handeln muss:
Ď Ď Î Î d t = a e f f x c 2 Îł Îł = a â
â
x Îł Îł 3 c 2 {\displaystyle {\frac {\tau _{\Delta }}{\mathrm {d} t}}={\frac {a_{\mathrm {eff} }x}{c^{2}\gamma }}={\frac {a\cdot x}{\gamma ^{3}c^{2}}}}
mit Distanz x, infinitesimalem Zeitintervall dt, effektiver Beschleunigung aeff und Relativgeschwindigkeit v. Der Effekt ist entfernungsabhängig und richtungsabhängig. Theoretisch kann der Wert von Îv¡x/Ît bzw. aeff¡x kurzfristig beliebig hoch sein und je nach Vorzeichen a¡x > 0 zu einem Zeitraffer (maximal, bis bei v = âc Gleichzeitigkeit erreicht wird) und a¡x < 0 zu einer Zeitlupe (maximal Zeitstillstand bei v = c) wie bei der gewohnten Dilatation fĂźhren. Die Berechnung von aeff soll hier nicht detailliert erklärt werden. Da hierbei die relativistische Geschwindigkeitsaddition anzuwenden ist, und wegen (v¡dv/c²) â 0, errechnet sich:
a e f f = v + d v 1 + v d v c 2 â â v d t = d v Îł Îł 2 ( 1 + v d v c 2 ) d t = a Îł Îł 2 {\displaystyle a_{\mathrm {eff} }={\frac {{\frac {v+\mathrm {d} v}{1+{\frac {v\ \mathrm {d} v}{c^{2}}}}}-v}{\mathrm {d} t}}={\frac {\mathrm {d} v}{\gamma ^{2}\left(1+{\frac {v\ \mathrm {d} v}{c^{2}}}\right)\mathrm {d} t}}={\frac {a}{\gamma ^{2}}}}
Entgegen weit verbreiteter Meinung verursacht die Beschleunigung a = v/t keine weiteren relativistischen Wirkungen auf die Zeit, die mit der Gravitation vergleichbar wären. Dies ergibt sich schon daraus, dass die Faktoren der Zeitdilatation und der Lorentz-Kontraktion bei der Gravitation gar nicht von der Beschleunigung, sondern ausschlieĂlich vom Energiepotential abhängen.
Bewegung mit konstanter Beschleunigung
â
Hauptartikel
:
Hyperbelbewegung
Wird ein TestkĂśrper der Masse M {\displaystyle M} mit einer konstanten Kraft F {\displaystyle F} auf relativistische Geschwindigkeiten (grĂśĂer als ein Prozent der Lichtgeschwindigkeit) beschleunigt, muss wegen der Zeitdilatation zwischen der Uhr eines ruhenden Beobachters und einer Uhr an Bord des TestkĂśrpers unterschieden werden. Besitzt der TestkĂśrper bei t = 0 {\displaystyle t=0} die Geschwindigkeit v 0 {\displaystyle v_{0}} , so ist es zweckmäĂig, die AbkĂźrzung
Îł Îł 0 := 1 1 â â v 0 2 / c 2 {\displaystyle \gamma _{0}:={\frac {1}{\sqrt {1-v_{0}^{2}/c^{2}}}}}
einzufĂźhren, um die folgenden Rechenergebnisse Ăźbersichtlich aufschreiben zu kĂśnnen. Wird der TestkĂśrper ab t = 0 {\displaystyle t=0} mit einer konstanten Kraft F {\displaystyle F} beschleunigt, so gilt
v ( t ) = a t + v 0 Îł Îł 0 1 + ( a t + v 0 Îł Îł 0 ) 2 c 2 , {\displaystyle v(t)={\frac {at+v_{0}\gamma _{0}}{\sqrt {1+{\dfrac {(at+v_{0}\gamma _{0})^{2}}{c^{2}}}}}},}
wobei sich die konstante Beschleunigung gemäà a = F / M {\displaystyle a=F/M} berechnet.cite-ref-9[9] Mit Hilfe dieser Formel kann zusätzlich auch die Eigenzeit berechnet werden, die eine Uhr im beschleunigten System des TestkÜrpers anzeigen wßrde. Dazu muss nur die Momentangeschwindigkeit v ( t ) {\displaystyle v(t)} in das weiter oben angegebene Integral
Ď Ď = ⍠⍠0 t 1 â â v ( t ) 2 c 2 d t {\displaystyle \tau =\int _{0}^{t}{\sqrt {1-{\frac {v(t)^{2}}{c^{2}}}}}\mathrm {d} t}
eingesetzt werden. Das Ergebnis dieser Integration lautet
Ď Ď = c a ln ⥠⥠( c 2 + ( a t + v 0 Îł Îł 0 ) 2 + a t + v 0 Îł Îł 0 ( c + v 0 ) Îł Îł 0 ) . {\displaystyle \tau ={\frac {c}{a}}\ln \left({\frac {{\sqrt {c^{2}+(at+v_{0}\gamma _{0})^{2}}}+at+v_{0}\gamma _{0}}{(c+v_{0})\gamma _{0}}}\right).}
Den zurßckgelegten Weg x ( t ) {\displaystyle x(t)} im System des ruhenden Beobachters erhält man durch Integration der Geschwindigkeit v ( t ) {\displaystyle v(t)} ßber die Zeit zu
x ( t ) = c 2 a ( 1 + ( a t + v 0 Îł Îł 0 ) 2 c 2 â â Îł Îł 0 ) . {\displaystyle x(t)={\frac {c^{2}}{a}}\left({\sqrt {1+{\frac {(at+v_{0}\gamma _{0})^{2}}{c^{2}}}}}-\gamma _{0}\right).}
Wird bei verschwindender Startgeschwindigkeit ( v 0 = 0 {\displaystyle v_{0}=0} ) die Zeit t {\displaystyle t} noch durch die Eigenzeit Ď Ď {\displaystyle \tau } ersetzt, gilt:cite-ref-freund-7-2[7]
x = c 2 a ( cosh ⥠⥠( a Ď Ď c ) â â 1 ) {\displaystyle x={\frac {c^{2}}{a}}\left(\cosh \left({\frac {a\tau }{c}}\right)-1\right)}
Reise zu entfernten Sternen
Siehe auch: Zwillingsparadoxon
Ein anderes Beispiel ist die Bewegung eines Raumschiffes, das von der Erde startet, einen entfernten Planeten ansteuert und wieder zurßckkommt. Ein Raumschiff startet von der Erde und fliegt mit der anfänglichen Beschleunigung von g = 9 , 81 m s 2 {\displaystyle g=9{,}81\,{\frac {\mathrm {m} }{\mathrm {s} ^{2}}}} zu einem 28 Lichtjahre entfernten Stern. Die Beschleunigung von 1 g {\displaystyle 1\ g} wurde gewählt, da hierdurch irdische Gravitationsverhältnisse an Bord eines Raumschiffes simuliert werden kÜnnen. Auf halber Strecke ändert das Raumschiff das Vorzeichen der Beschleunigung und verzÜgert ebenso stark. Nach einem sechsmonatigen Aufenthalt kehrt das Raumschiff auf gleiche Weise zur Erde zurßck. Die vergangenen Zeiten ergeben sich fßr den Reisenden zu 13 Jahren, 9 Monaten und 16 Tagen (Messung mit an Bord befindlicher Uhr). Auf der Erde sind bei der Rßckkehr des Raumschiffes dagegen 60 Jahre, 3 Monate und 5 Stunden vergangen.
Wesentlich grĂśĂere Unterschiede erhält man bei einer Reise zur Andromedagalaxie, die etwa 2 Millionen Lichtjahre entfernt ist (bei gleichen Beschleunigungs- und VerzĂśgerungsphasen). FĂźr die Erde vergehen etwa 4 Millionen Jahre, während fĂźr den Reisenden nur ungefähr 56 Jahre vergangen sind.
Das Raumschiff ßberschreitet die Lichtgeschwindigkeit nie. Je länger es beschleunigt, desto näher kommt es zwar an die Lichtgeschwindigkeit heran, es wird diese jedoch niemals erreichen. Aus Sicht der Erde nimmt die Beschleunigung also trotz gleichbleibender Triebwerksleistung ab. Im Raumschiff läuft die Zeit entsprechend der Zeitdilatation langsamer. Da im Raumschiff sowohl Beobachter als auch Messinstrumente der Zeitdilatation unterliegen, läuft aus ihrer Sicht die Eigenzeit ganz normal, jedoch verkßrzt sich aufgrund der Lorentz-Kontraktion der Weg zwischen Erde und Reiseziel (Aus Erdsicht bleibe er in diesem Beispiel vereinfachend konstant). Wenn man nun im Raumschiff ist und seine Geschwindigkeit relativ zur Erde unter Berßcksichtigung der Lorentz-Kontraktion bestimmt, dann kommt man auf dasselbe Resultat, wie wenn man von der Erde aus die Geschwindigkeit des Raumschiffes bestimmt. In der Praxis ist derzeit allerdings kein Antrieb realisierbar, der ßber so lange Zeit eine so hohe Beschleunigung erreicht.cite-ref-10[10]
Zeitdilatation durch Gravitation
Die gravitative Zeitdilatation beschreibt den relativen Zeitablauf von Systemen, die in verschiedenen Entfernungen eines Gravitationszentrums (beispielsweise eines Sterns oder Planeten) relativ zu diesem ruhen. Zu beachten ist, dass die gravitative Zeitdilatation nicht etwa durch eine mechanische Einwirkung auf die Uhren entsteht, sondern eine Eigenschaft der Raumzeit selbst darstellt. Jeder relativ zum Gravitationszentrum ruhende Beobachter misst fßr identische, jedoch in unterschiedlichen Entfernungen vom Gravitationszentrum ablaufende Vorgänge unterschiedliche Ablaufzeiten, bezogen auf seine eigene Zeitbasis. Ein Effekt, der auf der gravitativen Zeitdilatation beruht, ist die gravitative Rotverschiebung.
Die allgemeingĂźltige und von der Metrik abhängige Formel fĂźr die Zeitdilatation zwischen zwei relativ zur Masse stationären Beobachtern (FIDO), von denen sich der eine auĂerhalb und der andere innerhalb des Gravitationsfelds befindet, lautet
d t d Ď Ď = g t t {\displaystyle {\frac {{\rm {d}}t}{{\rm {d}}\tau }}={\sqrt {g^{tt}}}} .
In der Schwarzschildmetrik ist
g t t = 1 1 â â r s / r {\displaystyle g^{tt}={\frac {1}{1-r_{\rm {s}}/r}}} und g t t = 1 g t t {\displaystyle g_{tt}={\frac {1}{g^{tt}}}} .
Um die gesamte Zeitdilatation eines stationären Beobachters in weiter Entfernung von der Masse relativ zu einem im Gravitationsfeld bewegten Beobachter zu erhalten, wird mit dem Lorentz-Faktor multipliziert; im Bezugssystem des stationären Beobachters ergibt sich somit, dass die Uhr des bewegten um den Faktor
d t â â d Ď Ď = g t t Îł Îł {\displaystyle {\frac {{\rm {d}}t_{\infty }}{{\rm {d}}\tau }}={\sqrt {g^{tt}}}\ \gamma } also Ď Ď = t â â 1 g t t Îł Îł {\displaystyle \tau ={t_{\infty }}{\frac {1}{{\sqrt {g^{tt}}}\ \gamma }}}
verlangsamt läuft, während die Uhr des stationären Beobachters im System des bewegten um den Faktor
d t d Ď Ď â â = g t t Îł Îł {\displaystyle {\frac {{\rm {d}}t}{{\rm {d}}\tau _{\infty }}}={\sqrt {g_{tt}}}\ \gamma } also Ď Ď â â = t g t t Îł Îł {\displaystyle \tau _{\infty }={t}{\frac {\sqrt {g^{tt}}}{\gamma }}}
schneller oder langsamer tickt, abhängig davon, ob die gravitative oder die kinematische Komponente ßberwiegt (die gravitative Komponente bewirkt, dass die Uhr im Gravitationsfeld absolut langsamer tickt, während die kinematische Komponente zu einer wechselseitigen, also relativen Verlangsamung der jeweils anderen Uhr fßhrt). Im freien Fall aus dem Unendlichen v = ve heben sich dabei beide Effekte aus Sicht des FFO exakt auf:
g t t = Îł Îł e {\displaystyle {\sqrt {g^{tt}}}=\gamma _{e}}
Beschleunigung und Gravitation: die rotierende Scheibe
Diese Problemstellung wird auch als ehrenfestsches Paradoxon bezeichnet.
Nach dem Ăquivalenzprinzip der allgemeinen Relativitätstheorie kann man lokal nicht zwischen einem ruhenden System in einem Gravitationsfeld und einem beschleunigten System unterscheiden. Deshalb kann man den Effekt der Gravitationszeitdilatation anhand der Zeitdilatation durch Bewegung erläutern.
Betrachtet man eine mit konstanter Winkelgeschwindigkeit Ď Ď {\displaystyle \omega } rotierende Scheibe, so bewegt sich ein Punkt im Abstand r {\displaystyle r} vom Zentrum mit der Geschwindigkeit
v = r Ď Ď 1 + ( r Ď Ď ) 2 c 2 . {\displaystyle v={\frac {r\omega }{\sqrt {1+{\dfrac {(r\omega )^{2}}{c^{2}}}}}}.}
Dementsprechend wird im Abstand r {\displaystyle r} vom Mittelpunkt der Scheibe die Eigenzeit
Ď Ď = t 1 + ( r Ď Ď ) 2 c 2 {\displaystyle \tau ={\frac {t}{\sqrt {1+{\dfrac {(r\omega )^{2}}{c^{2}}}}}}}
auftreten. Fßr hinreichend kleine Abstände ( v 2 ⪠⪠c 2 {\displaystyle v^{2}\ll c^{2}} ) ist dieser Ausdruck näherungsweise gleich
Ď Ď = t ( 1 â â ( r Ď Ď ) 2 2 c 2 ) . {\displaystyle \tau =t\left(1-{\frac {(r\omega )^{2}}{2c^{2}}}\right).}
Ein auf der Scheibe befindliches, mitrotierendes Objekt erfährt nun die Zentrifugalkraft F = m Ď Ď 2 r {\displaystyle F=m\omega ^{2}r} . Aufgrund des Ăquivalenzprinzips kann man diese Kraft auch als Gravitationskraft deuten, zu der ein Gravitationspotential
Ď Ď = â â ( r Ď Ď ) 2 {\displaystyle \varphi =-(r\omega )^{2}}
gehĂśrt. Dies ist aber gerade der Term, der bei der Zeitdilatation im Zähler auftritt. Somit ergibt sich fĂźr âkleineâ Abstände:
Ď Ď = t 1 + 2 Ď Ď c 2 {\displaystyle \tau =t{\sqrt {1+{\frac {2\varphi }{c^{2}}}}}}
(Hinweis: Das hier angegebene Potential entspricht nicht dem ßblichen Zentrifugalpotential, da hier eine Anpassung an die lokale Drehgeschwindigkeit der Scheibe vorgenommen wird, während beim ßblichen Zentrifugalpotential stattdessen Drehimpulserhaltung gilt.)
Zeitdilatation im Schwerefeld der Erde
In einem schwachen Gravitationsfeld wie dem der Erde kann die Gravitation und somit die Zeitdilatation näherungsweise durch das newtonsche Gravitationspotential beschrieben werden:
Ď Ď = t 0 1 + 2 Ď Ď c 2 {\displaystyle \tau =t_{0}{\sqrt {1+{\frac {2\phi }{c^{2}}}}}}
Hierbei ist t 0 {\displaystyle t_{0}} die Zeit bei Potential Ď Ď = 0 {\displaystyle \phi =0} und Ď Ď {\displaystyle \phi } das newtonsche Gravitationspotential (Multiplikation mit der Masse eines KĂśrpers ergibt dessen potentielle Energie an einem bestimmten Ort).
Auf der Erde kann (solange die HĂśhe Ăźber der Erdoberfläche klein ist gegenĂźber dem Erdradius von ca. 6400 Kilometer) das Gravitationspotential durch Ď Ď = g h {\displaystyle \phi =gh} angenähert werden. Pro Meter HĂśhendifferenz beträgt die Zeitdilatation 1.1e-16. In 300 Kilometer HĂśhe (das ist zum Beispiel eine mĂśgliche HĂśhe, in der die Space Shuttles flogen) vergehen somit in jeder âErdbodensekundeâ 1 + 3.27e-11 s, das ist etwa eine Millisekunde pro Jahr mehr. Das heiĂt, ein Astronaut, der in 300 Kilometer HĂśhe Ăźber der Erde ruhen wĂźrde, wĂźrde in jedem Jahr etwa eine Millisekunde schneller altern als jemand, der auf der Erde ruht. FĂźr einen Shuttle-Astronauten in einer solchen HĂśhe kommt allerdings durch die Bewegung des Shuttle (es kreiste um die Erde) ein zusätzlicher Effekt in der Zeitdilatation dazu.
Wenn man die durch die HÜhe verursachte Verringerung der gravitativen Zeitdilatation relativ zur Erdoberfläche und die durch die fßr diese HÜhe erforderliche Kreisbahngeschwindigkeit bedingte Zeitdilatation miteinander vergleicht, zeigt sich, dass sich bei einem Bahnradius vom 1,5-Fachen des Erdradius, also in einer FlughÜhe von einem halben Erdradius (ca. 3200 Kilometer), die beiden Effekte genau aufheben und daher die Zeit auf einer solchen Kreisbahn genau so schnell vergeht wie auf der Erdoberfläche (wenn man vereinfachend annimmt, dass die Erde selbst nicht rotiert, ist es exakt der 1,5-fache Radius, berßcksichtigt man auch die Erdrotation, ist es geringfßgig weniger).
Richard Feynman fĂźhrte Anfang der 1960er Jahre in seiner Vorlesung aus, dass bereits das EĂśtvĂśs-Experiment in Verbindung mit dem Energieerhaltungssatz zur Vorhersage der Frequenzverschiebung von Photonen im Gravitationspotential der Erde gemĂ¤Ă Ď Ď = Ď Ď 0 ( 1 + g h c 2 ) {\displaystyle \omega =\omega _{0}\left(1+{\frac {gh}{c^{2}}}\right)} fĂźhrt, die Allgemeine Relativitätstheorie mĂźsste dazu nicht bemĂźht werden. Er bemerkte, dass wir ĂuĂerungen Ăźber das Alter von Objekten wie der Erde vorsichtiger formulieren sollten, da der Erdmittelpunkt ein oder zwei Tage jĂźnger sein dĂźrfte als die Erdoberfläche.cite-ref-11[11] FĂźr die Erde wurde dieser Zeitunterschied zwischen Erdmittelpunkt und Erdoberfläche in klassischer Näherung unter BerĂźcksichtigung der Dichteverteilung der Erde im Jahr 2016 genauer mit 2,49 Jahren angegeben.cite-ref-uggerhoj-12-0[12] Dieser einfachen Erklärung der gravitativen Rotverschiebung in Form einer âAnziehung des Photons durch die Erdeâ widersprechen Okun et al.,cite-ref-13[13] wie auch Rybickicite-ref-14[14], welche zu dem Schluss kommen, dass Feynman wie Uggerhøj das Ăquivalenzprinzip âignorierenâ. Korrekt sei, dass der Erdmittelpunkt 1,58 Jahre älter (!) als die Erdoberfläche sein mĂźsste, weil nach dem newtonschen Schalentheorem die Schwerkraft dort verschwindet und nicht unterschieden werden kann, ob sich der Ort weit auĂerhalb der Erde oder im Mittelpunkt der Erde befindet.cite-ref-uggerhoj-12-1[12]
Experimentelle Nachweise
Siehe auch
:
Tests der speziellen Relativitätstheorie
Relativistischer Dopplereffekt
â
Hauptartikel
:
Ives-Stilwell-Experiment
Der erste direkte Nachweis der Zeitdilatation durch Messung des relativistischen Dopplereffekts gelang mit dem Ives-Stilwell-Experiment (1939); weitere Nachweise erfolgten mit den MĂśĂbauer-Rotor-Experimenten (1960er) und modernen Ives-Stilwell-Varianten auf Basis von Sättigungsspektroskopie, wobei letztere die mĂśgliche Abweichung der Zeitdilatation bis auf 8 , 4 â
â
10 â â 8 {\displaystyle 8{,}4\cdot 10^{-8}} reduziert haben. Ein indirekter Nachweis sind Variationen des Kennedy-Thorndike-Experiments, bei dem die Zeitdilatation zusammen mit der Längenkontraktion berĂźcksichtigt werden muss. FĂźr Experimente, bei denen die Zeitdilatation fĂźr Hin- und RĂźckweg beobachtet wird, siehe Zwillingsparadoxon.
Lebensdauermessung von Teilchen
â
Hauptartikel
:
Zeitdilatation bewegter Teilchen
Beim Auftreffen der kosmischen Strahlung auf die Molekßle der oberen Luftschichten entstehen in 9 bis 12 Kilometer HÜhe Myonen. Sie sind ein Hauptbestandteil der sekundären kosmischen Strahlung, bewegen sich in Richtung Erdoberfläche mit nahezu Lichtgeschwindigkeit weiter und kÜnnen dort nur wegen der relativistischen Zeitdilatation detektiert werden, denn ohne diesen relativistischen Effekt wßrde ihre mittlere Reichweite nur etwa 600 m betragen. Zusätzlich wurden Tests der Zerfallszeiten in Teilchenbeschleunigern mit Pionen, Myonen oder Kaonen durchgefßhrt, die ebenfalls die Zeitdilatation bestätigten.
Zeitdilatation durch Gravitation
Siehe auch
:
Messung der gravitativen Rotverschiebung
Die gravitative Zeitdilatation wurde 1960 im Pound-Rebka-Experiment von Robert Pound und Glen Rebka nachgewiesen. AuĂerdem startete die NASA 1976 eine Scout-D-Rakete mit einer Atomuhr, deren Frequenz mit einer Uhr derselben Bauart auf der Erde verglichen wurde. Dies war das bisher präziseste Experiment, das erfolgreich die gravitative Rotverschiebung messen konnte.cite-ref-15[15]
Vergleich zwischen Uhren im Flugzeug und am Boden
â
Hauptartikel
:
Hafele-Keating-Experiment
Eine Uhr in einem hoch fliegenden Flugzeug unterliegt zwei Formen von Zeitdilatation im Vergleich zu einer am Boden stehenden Uhr. Zum einen nimmt der Einfluss der Gravitation der Erde mit der HÜhe, also der Entfernung zum Masseschwerpunkt der Erde, ab. Dadurch wird die Uhr im Flugzeug weniger verlangsamt als die Uhr am Boden. Zum anderen bewegt sich das Flugzeug relativ zur Uhr am Boden. Das bewirkt eine Verlangsamung der Uhr im Flugzeug. Die beiden Effekte wirken also in entgegengesetzter Richtung. Welcher der beiden Effekte ßberwiegt, hängt von der HÜhendifferenz und der Geschwindigkeit des Flugzeugs ab.
Der erste Uhrenvergleich zwischen in einem Flugzeug transportierten Uhren und baugleichen am Boden verbleibenden geschah im Rahmen des Hafele-Keating-Experiments im Jahr 1971. Fßr dieses Experiment flogen der Physiker Joseph Hafele und der Astronom Richard Keating mit vier Atomuhren jeweils einmal ostwärts und westwärts in einem Verkehrsflugzeug um die Welt. Vor und nach den Flßgen wurde der Stand der Uhren mit dem von baugleichen Atomuhren verglichen, die im United States Naval Observatory betrieben wurden. Die sich dabei ergebenden Verschiebungen bestätigten die Vorhersagen der Relativitätstheorien.cite-ref-16[16] Seitdem wurden wiederholt Messungen in ähnlicher Form mit noch hÜherer Genauigkeit durchgefßhrt.
Praktische Bedeutung
Von praktischer Bedeutung wird die Zeitdilatation bei satellitengestßtzten Navigationssystemen wie etwa dem GPS. Diese beruhen darauf, dass jeder Satellit des Systems ein sehr präzises, durch eine Atomuhr ermitteltes Zeitsignal ßber Funk aussendet. Die GPS-Geräte der Nutzer empfangen diese Signale von mehreren Satelliten und ermitteln aus den Laufzeiten der Signale ihre Entfernung zu den verschiedenen Satelliten und daraus ihre exakte Position. Da die Satelliten der Zeitdilatation sowohl durch Gravitation als auch durch ihre Bewegung ausgesetzt sind, mßssen die Navigationssysteme zur Verbesserung der Genauigkeit eine Korrektur dieser Effekte vornehmen.cite-ref-17[17]
Trivia
Weblinks
Commons
: Zeitdilatation
â Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wiktionary: Zeitdilatation
â Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Ăbersetzungen
Literatur
⢠Albert Einstein: Zur Elektrodynamik bewegter KĂśrper. In: Annalen der Physik und Chemie. 17, 1905, S. 891â921 (als Faksimile (PDF; 1,9 MB); und kommentiert und erläutert bei Wikibooks).
⢠Thomas Cremer: Interpretationsprobleme der speziellen Relativitätstheorie. Eine historisch-didaktische Analyse (= Reihe Physik. 2). 2., Ăźberarbeitete Auflage. Harri Deutsch, Thun u. a. 1990, ISBN 3-8171-1105-3 (Zugleich: GieĂen, Universität, Dissertation, 1988).
⢠Walter Greiner, Johann Rafelski: Spezielle Relativitätstheorie (= Theoretische Physik. Bd. 3A). 2., ßberarbeitete und erweiterte Auflage. Harri Deutsch, Thun u. a. 1989, ISBN 3-8171-1063-4.
⢠Harald Fritzsch: Eine Formel verändert die Welt. Newton, Einstein und die Relativitätstheorie (= Serie Piper. 1325). 3. Auflage, Neuausgabe. Piper, Mßnchen u. a. 1990, ISBN 3-492-11325-7.
⢠Roland Pabisch: Derivation of the time dilatation effect from fundamental properties of photons. Springer, Wien u. a. 1999, ISBN 3-211-83153-3.
Einzelnachweise
cite-note-born-11. â Max Born: Die Relativitätstheorie Einsteins. 7. Auflage. Springer Verlag, 2003, ISBN 3-540-00470-X.
cite-note-sexl-schmidt-22. â Roman Sexl, Herbert K. Schmidt: Raum-Zeit-Relativität. Vieweg, Braunschweig 1979, ISBN 3-528-17236-3, S. 31â35.
cite-note-taylor-33. â Edwin F. Taylor, John Archibald Wheeler: Spacetime Physics: Introduction to Special Relativity. W. H. Freeman, New York 1992, ISBN 0-7167-2327-1 (englisch). ; deutsch: âPhysik der Raumzeitâ
cite-note-44. â David Halliday, Robert Resnick, Jearl Walker: Fundamentals of Physics, Chapters 33â37. John Wiley & Son, 2010, ISBN 0-470-54794-4, S. 1032 f. (englisch).
cite-note-55. â Franz Embacher: Lorentzkontraktion. Abgerufen am 1. Januar 2013.
cite-note-lewis-tolman-66. â Gilbert N. Lewis, Richard C. Tolman: The Principle of Relativity, and Non-Newtonian Mechanics. In: Proceedings of the American Academy of Arts and Sciences. Band 44, 1909, S. 709â726 (in der englischsprachigen Wikisource).
cite-note-freund-77. â JĂźrgen Freund: Spezielle Relativitätstheorie fĂźr Studienanfänger. vdf Hochschulverlag AG, 2007, ISBN 3-8252-2884-3, S. 12.
cite-note-88. â Eckhard Rebhan: Theoretische Physik I. Spektrum, Heidelberg/Berlin 1999, ISBN 3-8274-0246-8, S. 782â783.
cite-note-99. â Torsten FlieĂbach: Mechanik. 4. Auflage, Elsevier â Spektrum Akademischer Verlag, 2003, S. 322 f., ISBN 3-8274-1433-4.
cite-note-1010. â Rolf Sauermost u. a.: Lexikon der Naturwissenschaftler. Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg/Berlin/Oxford 1996, S. 360.
cite-note-1111. â Richard. Feynman: Feynman Lectures On Gravitation. "5.2 TIME DILATION IN A GRAVITATIONAL FIELD", S. 69 (englisch, google.de).
cite-note-1515. â Clifford Will: The Confrontation between General Relativity and Experiment. 2006.
cite-note-1616. â J. Hafele, R. Keating: Around-the-World Atomic Clocks: Predicted Relativistic Time Gains. In: Science. 177. Jahrgang, Nr. 4044, 14. Juli 1972, S. 166â168, doi:10.1126/science.177.4044.166, PMID 17779917, bibcode:1972Sci...177..166H (sciencemag.org [abgerufen am 18. September 2006]).
cite-note-1717. â https://www.astronomy.ohio-state.edu/~pogge/Ast162/Unit5/gps.html